shop-dovgan.de · E-Commerce · 2022
Dovgan
Online Shop
Neugestaltung eines Feinkost-E-Commerce-Erlebnisses: vom template-getriebenen Shop hin zu einer forschungsbasierten Informationsarchitektur, klarerer Navigation und einer visuellen Sprache, die zum tatsächlichen Online-Einkaufsverhalten passt.
01 — Kontext
Ein besonderes Produkt,
gefangen in generischer Hülle.
Dovgan betrieb einen typischen Shop auf Basis eines CMS-Templates — solange in Ordnung, bis das Sortiment alles andere als generisch ist. Das Unternehmen verkauft kuratierte Lebensmittel aus Osteuropa, Polen, Rumänien, der Adria und dem Nahen Osten und beliefert deutsche Handelsketten wie Rewe und Edeka. Diese Positionierung hatte ein digitales Erlebnis verdient, das mithält.
Hinter dem Endkunden-Shop orientierte sich Dovgan zudem an schnell wachsenden Lebensmittel-Lieferdiensten wie Flink, Gorillas und ähnlichen. Die Richtung: Inspiration aus deren Klarheit und Hierarchie ziehen — nicht als Kopie, sondern als Qualitätsmaßstab.
02 — Probleme
Drei Dinge,
die sich ändern mussten.
03 — Quantitative Forschung
20 echte Kund:innen.
Schnell, fokussiert, nützlich.
Die Zeit war knapp. Mit Unterstützung des Marketings wurden 20 zufällig ausgewählte Bestandskund:innen befragt — nur auf Opt-in-Basis. Zwei zentrale Fragen: ein Konzepttest und ein Card-Sorting zum Kategoriemodell.
„Der schnellste Weg zu einer Richtung unter Zeitdruck: eine schlanke Umfrage mit den richtigen 20 Personen schlägt einen Monat Schreibtischrecherche.“
04 — Interface
Desktop & Mobile.
Jeder gelieferte Screen.
Finale Screens aus dem gelieferten Deck. Eine Prototyping-Phase gab es nicht — dies war ein enger, entscheidungsgetriebener Design-Sprint. Erst die Desktop-Hierarchie, dann eine angepasste Mobile-Ansicht für dieselben Schlüsselmomente.
Desktop — 4 Screens
Mobile — 4 Screens
05 — Ergebnis & Reflexion
Ehrlich über
die Kompromisse.
Für den gesamten Design-Durchlauf war etwa ein Monat angesetzt — die vorgelagerte Forschung nahm davon einen großen Teil ein. Das UI ging daher ohne klassische Prototyping-Phase, ohne vollständige Customer-Journey-Maps und ohne dokumentierte User-Flow-Bibliothek live. Das war unter Zeitdruck eine bewusste Entscheidung.
Kategorie- und Strukturentscheidungen entwickelten sich über das hinaus, was die erste UX-Studie erfasst hatte. Die finale IA wich vom ursprünglichen Plan ab — ein ehrlicher Nebeneffekt schneller Iteration mit Stakeholdern und realen Geschäftszwängen.
„Schnelle Iteration mit echten Stakeholdern schlägt einen perfekten Plan, der nie live geht.“